Handelsregister · HRB 238166

Chronologischer Auszug

Oase für Ur-Produktion, soziale Dreigliederung und Ideen gUG (haftungsbeschränkt) · Amtsgericht Berlin (Charlottenburg)

Entwicklung des Registerblatts

Eintragungen in zeitlicher Folge

Abrufstand 24.03.2024

Rot unterstrichene Angaben wurden im Register als nicht mehr gültig gekennzeichnet.

Nummer der Eintragunga) Firma b) Sitz, Niederlassung, inländische Geschäftsanschrift, empfangsberechtigte Person, Zweigniederlassungen c) Gegenstand des UnternehmensGrund- oder Stammkapitala) Allgemeine Vertretungsregelung b) Vorstand, Leitungsorgan, geschäftsführende Direktoren, persönlich haftende Gesellschafter, Geschäftsführer, Vertretungsberechtigte und besondere VertretungsbefugnisProkuraa) Rechtsform, Beginn, Satzung oder Gesellschaftsvertrag b) Sonstige Rechtsverhältnissea) Tag der Eintragung b) Bemerkungen
1a)
Oase für Ur-Produktion, soziale
Dreigliederung und Ideen gUG
(haftungsbeschränkt)

b)
Berlin

Geschäftsanschrift:
c/o Peter Karl Wolfgang Exner,
Fehrbelliner Straße 6, 10119 Berlin

c)
Zweck der gUG ist: Förderung der
Volks- und Berufsbildung.
Der Zweck der gUG wird gefördert insbesondere durch: Durchführung von Bildungstätigkeit zu
(1) Ur-Produktion (Landwirtschaft, Handwerk, Hauswirtschaft)
(2) Sozialkunde (Dreigliederung)
(3) Innovation (Ideen).
Die gUG sieht einen großen Bedarf, dem beruflichen Ausbildungswesen etwas Neues hinzuzufügen. Viele junge Menschen
wollen selbstbestimmt sich in der
Gesellschaft, und so auch in der
Arbeitswelt bewegen.
Die gUG findet es auch sittlich
geboten, dass Fachpraktische Berufsausbildungen gegenüber akademischen Ausbildungen gleichwertig gehandhabt werden. Ausbildungen sollen auch nicht vorrangig auf lohnabhängige und
weisungsabhängige
Beschäftigungsverhältnisse vorbereiten, sondern zum selbstständigen Unternehmertum befähigen.
Dafür werden Fachtechnik und
Betriebsorganisation (1), Sozialkunde (2) und Ideen (3) die der
Unternehmer braucht, gleichermaßen in Theorie und Praxis vermittelt.
(Zweck 1)
Unter Urproduktion versteht die
gUG diejenigen Erzeugnisse, die
für den täglichen Bedarf
an erster Stelle notwendig sind;
Ernährung, ein Dach über dem
Kopf, Mobilität. Die gUG lehrt
Gartenbau, Baugewerbe, Fahrradmechanik, Hauswirtschaft.
Konkrete Maßnahmen zu (1)
(1.1) Die gUG gibt selber Workshops.
(1.2) Die gUG bietet Praktika in
eigenem Projektunterricht. Das
können Schülerpraktika und Berufspraktika sein.
(1.3) Sie konzipiert und baut berufliche Ausbildungsgänge mit
anerkannten Abschlüssen auf.
(1.4) Sie setzt einen Schwerpunkt
in der Betriebswirtschaft und im
selbstständigen Arbeiten.
(1.5) Sie erwirkt Zug um Zug die
notwendigen behördlichen Einzelgenehmigungen und staatlichen
Anerkennungen.
Die gUG baut bei ihrer Methodik
auf den Erfahrungen der Gesellschafter auf. Das sind Städtisches
Gärtnern, Städtisches Mikroklima und Tropenfrüchte, belastete
Stadtböden, Nutzung von öffentlichem Gelände und die Begegnung
mit dem sozialen Umfeld; Praxis
und Lehrtätigkeit im Baugewerbe;
ökologischer Wandel in der Mobilitätsbranche, Lebenserfahrung.
Sie wird die entsprechend qualifizierten Fachdozenten heranholen.
(Zweck 2)
Die gUG sieht die Notwendigkeit den Sozialkundeunterricht
zu erweitern. Zum klassischen
Lernstoff, nämlich wie das gesellschaftliche Zusammenleben, der
Staat, die 5 Säulen des Sozialsystems usw. funktionieren, will sie
mit ihrer Lehre weiteren und komplizierter werdenden Gesellschaftlichen Herausforderungen gerecht
werden. Die Staatengemeinschaften verwandeln sich derzeit in eine Weltgemeinschaft. Nur ein Teil
der Akteure ist demokratisch legitimiert. Viele Akteure haben andere Zugänge, durch die sie Einfluss ausüben. Die gUG hat den
Anspruch, die gesellschaftlichen
Realitäten verständlich und durchschaubar zu machen.
(2.1) Die Zugänge, durch welche
- jenseits von aktiver und passiver Beteiligung an Wahlen, dem
Einwirken auf die Abgeordneten -
Einfluss in der Gesellschaft Realität wird, werden nachfolgend "Organe" genannt. (Die Organe des
sozialen Organismus).
Einige Beispiele für Organe,
durch welche die Einflüsse gesellschaftlich wirksam werden: In der
Arbeitswelt: Interessenverbände,
in der Politischen Welt: Bürgerbewegungen, Bürgerbeteiligungen, in der Wertewelt: Schulen,
Akademieen, Institute, Stiftungen,
Hochschulen, Vereine, Foren, Hub's, Netzwerke, Individuen...
(2.2) Die offene Gesellschaft, zu
der sich unser Land, die BRD
bekennt, lebt vom öffentlichen
Diskurs, dem Gespräch (zuhören
und reden). Es redet jedoch nicht
buchstäblich jeder Mensch mit jedem Menschen. Vielmehr vollzog sich eine Erweiterung des Hörens zum Politikjournalismus, und des Sprechens zur Bürgerbewegung. Dieses große Ohr und
diesen großen Mund nennen wir
hier das Volksohr und den Volksmund. Der politische Organismus
hat diese Organe für sein Funktionieren hervorgebracht. Sie sind
da. Politikjournalismus und Bürgerbeteiligung sind real wirkende Bestandteile unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens geworden. Hier sieht die gUG einen
notwendigen Bestandteil der praktischen Ausbildung in der Sozialkunde.
Konkrete Maßnahmen zu (2)
(2.3) Die gUG will die oben beschriebene Sozialkunde in Form
von Projektunterricht aus eigenen Kapazitäten und mit bestellten
Dozenten umsetzen.
(Zweck 3)
Die gUG will durch ihre Bildungstätigkeit die Kreativität fördern und eine Ideenschmiede sein.
Dieses sensible, wichtige Bildungsziel wird nachfolgend durch
drei Beispiele von öffentlich relevanten, noch zu findenden praktischen Ideenbeleuchtet:
(3.1) Man stelle sich vor, es werden in Berlin Maronenbäume
gepflanzt. Ein ausgewachsener
Baum ernährt eine Person. Wenn
ein signifikanter Anteil der Nahrung unter Bäumen aufgelesen
wird, wird weniger Nahrung gekauft. Das drückt auf den Umsatz
und führt in der Bilanz zu Abschwung. Wie geht die Idee eines
Wirtschaftslebens, wo eine ressourcenfreie Umsonstnahrung,
ebenso wie Langlebigkeit abgeschriebener Güter, statt Obsoleszenz, als wirtschaftlicher Erfolg
in die volkswirtschaftliche Bilanz
eingehen?
(3.2) Die Plätze unter den Brücken Berlins sind mit obdachlosen Menschen ausgebucht. Wo
gehen diese Leute aufs Klo? Wo
waschen sie sich? Wie geht ein
(niedrigschwelliges? sozialgerechtes?) Wohnen, das mit der Gesellschaft kompatibel ist? Wie könnten solche "Häuser" aussehen?
(3.3) Wirtschaften führte immer
wieder zum Wettbewerb unter Nationen. Das ist gefährlich. Kann
ein Wirtschaften gefunden werden, welches Länder und Kontinente nicht in gefährliche Wettbewerbe bringt, sondern stattdessen
die Wirtschaft von der Geopolitik
trennt?
Gibt es überhaupt Ideen? - Ja, wir
wissen, dass es auf der Welt Ideen
gibt.
Kann ich Ideen anfassen? - Nein,
aber sie sind dennoch da.
Ich kann sie nicht anfassen, sie
sind keine materielle Sache, was
sind sie dann? - Sie sind eine geistig vorhandene Sache.
Kann ich an sie hingelangen? - Ja,
denn wir wissen, dass Menschen
an Ideen gelangt sind.
Kann ich den Weg zu den Ideen
auch lehren? - Hier brechen wir
den Disput ab, denn er sprengt
sonst den Rahmen.
Konkrete Maßnahmen zu (3)
(3.4) Die gUG will das Bildungsziel "Kreativität" erreichen, indem
sie bei der Ausbildung der Menschen in Anlehnung an die Waldorfpädagogik und die Anthroposophie die Freiheitsgrundsätze der
Individualität zu Grunde legt.
(3.5) Sie achtet den individuellen Impuls jedes Schülers und gibt
ihm Freiraum, etwa durch selbst
bestimmbare Jahresarbeiten.
(3.6) Die gUG baut darauf, dass
es geistige Bereiche gibt, aus denen umfassendere Empfindungen
für Lebenswerte und Ideen kommen. Daher legt sie die körperliche, seelische und geistige Unversehrtheit des Menschen zu Grunde (Vergleich Grundgesetz Artikel 2.2. "Das Recht auf körperliche Unversehrtheit wird versichert". Das Recht auf seelische
und geistige Unversehrtheit fehlt.
(noch?)).
Der durch die Gesellschafter angestrebte Bildungsauftrag ist berufsbildend und allgemeinbildend.
(4) Weiteres zur Umsetzung der
angestrebten Bildungsmaßnahmen
(4.1) Die personelle Entwicklung
der gUG wird sich nach dem Bedarf und nach den Möglichkeiten
richten.
(4.2) Notwendige behördliche Genehmigungen und staatliche Anerkennungen werden Zug um Zug
erwirkt.
(4.3) Die gUG führt allgemein zugängliche kostenfreie Veranstaltungen zur Dreigliederung durch.
(5) Besonderes gemeinnütziges
Alleinstellungsmerkmal
(5.1) Viele junge Menschen
möchten sich zuerst über die Gesellschaft orientieren, sich einen
Überblick verschaffen, den sozialen Organismus verstehen und
das Spektrum der eigenen Möglichkeiten kennenlernen, bevor sie
sich über ihre Lebensweise innerhalb
derselben entscheiden. Sie wollen
ihre Ideale verwirklichen und ihren eigenen Platz im Leben bauen. Das Liefern und Anbieten eines brauchbaren umfassenden Gesellschaftsbildes - für junge Menschen im ausbildungsrelevanten
Lebensabschnitt, ist der zusammenfassende Zweck der gUG. Dabei soll die ermüdende theoretische Stoffvermittlung im ausgewogenen Verhältnis mit dem erfrischenden praktischen Tun stehen. Im Vergleich mit den eingerichteten "Orientierungsstufen" im
Bildungssystem könnte es auch
als ein "sehr umfassendes Orientierungsangebot" bezeichnet werden.
(5.2) Die dreigegliederte Gesellschaftsdarstellung haben wir hierfür gewählt. Die Dreigliederung
sehen wir auch als eine Handreichung zur Bewältigung von Gegensätzen (etwa die sogenannten
"Spaltungen"). Ein starker Gegensatz sind die
Forderungen nach persönlichen
Freiheiten gegenüber den auftretenden Verbindlichkeiten in der
Gesellschaft. Die Kunst liegt nach
Auffassung der gUG in der konstruktiven Verortung von Gegensätzen.
(5.3) Das Ausbildungsangebot
soll ganz praktisch die Fähigkeiten für ein souveränes Leben innerhalb der drei Glieder ausbilden: Wirtschaftsleben/Beruf,
Rechtsleben/Politische Mitgestaltung, Geistesleben/Individueller
Freiraum.
(5.4) Diese unterschiedlichen
Glieder erfordern jeweils ihre eigene Didaktik.
(5.4.1) Es gibt die Vorstellung,
dass das Wirtschaftsleben (1) sich
aus Hauswirtschaft, Betriebswirtschaft und Volkswirtschaft zusammensetzt. Wir lehren insbesondere auch die Hauswirtschaft
(Oıĸovoµia/Ökonomia). Das Wort
Ökonomie kommt aus dem
Altgriechischen. Dort bedeutete
es Hauswirtschaft. Diese kleinste ökonomische Einheit bietet die
praktische Grunderfahrung, in der
das wirtschaftliche Handeln in seiner reinen Urform vorhanden ist.
Die Hauswirtschaft sehen wir als
eine ökonomische Einheit, die
wiederum ein Teil eines größeren
Wirtschaftskreises, und der seinerseits Teil eines noch größeren
Wirtschaftskreises ist.
(5.4.2) Im Rechtsleben (2) sehen
wir das "Üben in Kommunikation" als zentrale Zusammenfassung unseres Bildungsangebotes.
Hier geht es um permanente Übereinkünfte bezüglich der Aufgaben
und Regelungen der Menschen,
die zusammen die Gesellschaft
ausmachen.
(5.4.3) Im Geistesleben (3) bauen
wir mit unserer Pädagogik auf der
Menschenkunde von Rudolf Steiner auf. Wir sehen in individueller
Persönlichkeitsentwicklung (Humanismus) einen Lebenszweck.
Gleichzeitig glauben wir daran,
dass sich aus dieser Quelle Ideen
finden und umsetzen lassen.
200,00 EURa)
Ist ein Geschäftsführer bestellt, so
vertritt er die Gesellschaft allein. Sind
mehrere Geschäftsführer bestellt,
wird die Gesellschaft gemeinschaftlich durch zwei Geschäftsführer oder
durch einen Geschäftsführer in Gemeinschaft mit einem Prokuristen
vertreten.

b)
Geschäftsführer:
1.
Exner, Peter Karl Wolfgang,
*XX.XX.XXXX, Berlin

mit der Befugnis die Gesellschaft allein zu vertreten
mit der Befugnis Rechtsgeschäfte mit
sich selbst oder als Vertreter Dritter
abzuschließen
a)
Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Gesellschaftsvertrag vom:
14.12.2021 mit Änderung vom
21.01.2022 in § 1 (Firma)
a)
26.01.2022
Treibert

Die Darstellung wird aus den beim Handelsregister abgerufenen Angaben erzeugt. Sie ersetzt keinen amtlichen Registerauszug.